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Review: Street Fighter IV

27. März 2009 in Spiele

Review: Street Fighter IV

Als Street Fighter IV im Oktober 2007 angekündigt wurde war ich  sehr skeptisch. Nicht nur wurde bald bekannt gemacht, dass es 3D Grafik verwenden würde, es sollte auch noch Street Fighter 2 ähneln, welches ich weit weniger gerne als mein geliebtes Street Fighter 3 mochte.

Meine Skepsis verflog jedoch fast vollkommen, als ich dann endlich das erste Gameplaymaterial zu Gesicht bekam: Street Fighter IVs Kämpfe  liefen flüssig, das Gameplay war in purem 2D gehalten und abgesehen von Ryus Gesicht sah alles wunderbar aus. Ich begann mich also endlich auf dieses Spiel zu freuen und konnte es kaum abwarten, endlich die Konsolenversion in Händen halten zu dürfen, als es Juli 2008 in die Spielhallen Japans kam und man immer mehr sehen durfte.

Nun, über einen Monat nach der Veröffentlichung des Spiels für die Xbox 360 und PS3, werde ich versuchen, euch eine Frage zu beantworten: “Muss ich das Spiel haben?”

Grafik

Wie bereits erwähnt ist Street Fighter IV in 3D gehalten. Die Textturen sind scharf, dieverschiedenen Stages, auf denen man seine Kämpfe austragen kann, sind abwechslungsreich und die Charaktere sind sehr rund und weisen kaum Makel auf. Einzig das Design mancher Gesichter läst zu wünschen übrig, sodass Ryu, Ken und sogar Chun Li nun ziemlich breite Gesichter haben, die man von vorigen Titeln nicht gewohnt ist. Das wichtigste bei einem Fighter wie Street Fighter in Bezug auf Grafik ist jedoch, wie flüssig die Charaktere animiert sind und wie flüssig das Spiel läuft. Glücklicherweise sind beide Punkte im sehr guten Bereich,  die Kämpfe sehen wunderschön flüssig aus und laufen genauso wunderschön, ohne jemals zu ruckeln.

cammygraphics

Nun könnt ihr Cammys wunderbaren Hintern auch in wunderbarem 3D bestaunen.

Sound

Sound mag vielleicht nicht entscheidend bei einem Kampfspiel sein, jedoch kann eine miserable Untermalung des Geschehens den Spielspaß in jedem Videospiel enorm hemmen. Die Musik in den Stages besteht zum Teil aus Remixes von Street Fighter 2 klassikern, welche nicht nur Nostalgiegefühle erzeugen, sondern auch für den Neueinsteiger zumindest angenehm sein müssten, aber auch ganz neue Kreationen haben es ins Spiel geschafft, die teilweise sehr passend und teilweise etwas seltsam sind. Störend ist sie jedoch, abgesehen von demSong, dem man im Hauptmenü lauschen muss, nie und so werden die Kämpfe durchaus durch passende Musik begleitet. Doch nicht nur Musik gibt es, sondern auch Stimmen und Soundeffekte. Letztere sind gewohnt gut und passend. Nie fragt man sich, woher denn dieser Ton nun kommen solle und nie ist etwas zu laut, schrill, oder nervig. Die Stimmen hingegen sind eine andere Geschichte: Die englischen Synchronsprecher kann ich mir, mit maximal 2 Ausnahmen, nicht antun. Sie sind unpassend, haben bescheuerte Aussprache und labern teilweise unfassbaren Müll während sie ihre Moves durchführen. Zum Glück kann man aber nach einmaligem durchspielen des Arcademodus alle Stimmen auf ihr japanisches Original umstellen, welches gut umgesetzt, passend und problemlos anzuhören ist. Spielt also den Arcademodus erstmal ohne Sound durch, stellt dann die Stimmen auf japanisch und genießt dann erst die volle Pracht.

Gamesplay

Nun endlich wird es Zeit, dass ich mich dem mit Abstand wichtigsten Punk widme: Dem Gameplay. Was könnte in einem Fighter wichtiger sein als die Spielbarkeit? Es wird sich einer gegen einen auf einer zweidimensionalen Ebene geprügelt um herauszufinden, wer der bessere Spieler ist, wie es sich für Street Fighter gehört. Es gibt 25 spielbare Charaktere, von denen zumindest einer für jeden Geschmack dabei sein müsste. Jeder dieser Charaktere hat eigene Specialmoves, die teilweise einfacher und teilweise schwerer zu erlernen sind, nach einer Weile aber locker und problemlos von der Hand gehen und dann nie wieder verlernt werden. Street Fighter IV spielt sich gewohnt wie die anderen Teile der Serie, aber auch ganz anders. Oft hört man, es würde Street Fighter 2 sehr ähneln, jedoch muss ich da widersprechen: Das einzige, was dieses Spiel mit dem Klassiker gemein hat sind die Charaktere. Das gesamte Spielgefühl ist so anders, wie es innerhalb eienr Kampfspielserie sein kann, ohne zu etwas anderem zu werden. Von der großen Neuerung habt ihr sicherlich schon viel gehört: Der Focus Attack. Sie ist ein aufladbarer Angriff, der einen gegnerischen Angriff absorbieren kann, währnd man ihn lädt. Doch abgesehen von der offensichtlichen Konterfähigkeit, die dieser Move bringt gibt es eine Menge toller Dinge, die man damit anrichten kann. So kann man den Gegner dazu bringen zu glauben, dass man ihn mit ihr angreifen will und dann aus ihr heraus dashen, um einen Überraschungsangriff loszulassen. Auch lassen sich viele Moves mit einer Focus Attack abbrechen, um Combos zu verlängern, sich nciht offen zu lassen, oder einfach um überraschend eine Focus Attack zu landen. Der Phantasie ist dadurch freien lauf gelassen und man kann sowohl als Amateur als auch als Profi mit ihr sein Spiel verbessern. Auch ein entscheidender Unterschied zu Street Fighter 2 sind die EX Moves. Sie sind (meist) bessere Versionen der normalen Special Moves, verbrauchen aber einen Teil eures Super Meters. Apropos Super Meter: Es gibt natürlich immernoch Super Moves, die den gesamten Super Meter konsumieren und massiven Schaden anrichten. Ganz neu sind Ultra Moves, die sich durch das Verbrauchen des Revenge Meters aktivieren lassen. Der Revenge Meter füllt sich auf, indem man Schaden nimmt und Ultras können eine fast verlorene Runde schnell komplett auf den Kopf stellen.

sakurachunclassics

Sakura, wie sie ihren Ultra an Chun Li ausprobiert.

Jetzt aber genug Gebrabbel über Technik und auf zu dem, was wirklich zählt: Macht es denn überhaupt Spaß? Wie bereits gesagt spielt es sich sehr flüssig und die Charaktere sind sehr unterschiedlich, zudem ist es auch noch sehr gut ausbalanciert. Das heißt, dass man, wenn man gewinnt, tatsächlich besser als sein Gegner war und der Sieg nicht den Schwächen des gegnerichen Charakters, oder den Stärken des eigenen zuzuschreiben ist. Einzige Ausnahme ist hier Sagat, den Capcom scheinbar in jedem der Street Fighter Spiele etwas überstark macht.Wundervolles Feature in diesem Spiel ist das Online-Spielen, sodass sich jeder, der mit seiner Konsole online gehn kann, nie sorgen darum machen muss, alleine spielen zu müssen. Das schönst an der Sache ist, dasses eine Einstellung gibt, mit der man jederzeit beim Spielen des Arcademodus herausgefordert werden kann, als säße man in einer Spielhalle. Die Matches online sind größtenteils lagfrei, jedoch kommt es vor, dass es großen Lag gibt, was bei einem Kampfspiel natürlich extrem schlecht ist. Der großteil der Runden läuft jedoch flüssig und man kann immer wieder zu diesem Spiel zurückkommen, um besser zu werden, sich an anderen Spielern auf der Welt zu messen, oder einfach mal ein bisschen Prügelspaß zu haben.

Macht es also Spaß? – Ja, verdammt!

Fazit

Für alle, die entweder zu faul sind diesen riesigen Haufen Text da oben zu lesen und für die, die noch nicht erraten haben,  was ich von dem Spiel halte,  gibt es nun mein Fazit:

“Muss ich das Spiel haben?” – Wenn du Street Fighter magst, JA!

“Muss ich das Spiel haben?” – Wenn du Kampfspiele magst, JA!

“Muss ich das Spiel haben?” – Wenn du eigentlich nicht so auf dieses Genre stehst, solltest du dieses Exemplar auf jeden Fall mal antesten.

“Muss ich das Spiel haben?” – Wenn du eine Xbox 360 oder PS3 hast, JA!

1 Antwort zu Review: Street Fighter IV

  1. Interessant, interessant, zu schade dass ich weder Xbox noch PS3 habe. Als Kampfspiel mochte ich bisher Dead Or Alive am meisten, aber Street Fighter 4 zieht auf den Screenshots und Videos echt gut aus. Muss ich unbedingt mal spielen!