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Dragonball Evolution (oder: Glaub immer an dich, the Movie)

12. April 2009 in Anime, Filme, Manga

Ein Teenager sagt seinem Großvater an seinem Geburtstag, dass er ein Außenseiter in der Schule ist und möchte lieber ein normaler Junge sein. In der Schule dann wird er von einem “coolen” Typ blöd angemacht, wird aber von dessen Freundin aus der Bredouille gerettet, die den Teenager danach mitfühlend anguckt.

Würdet ihr mir glauben, dass das der Anfang des neuen Dragonball Films ist, wenn ich es behaupten würde? Nein? Pech für euch, denn genau das ist es.  Somit präsentiere ich euch mein Review zu Dragonball Evolution.

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Ja, das soll Muten Roshi darstellen..

Zu seinem Geburtstag bekommt Goku übrigens den viersternigen Dragonball, der wie die anderen  abgesehen von der Grundfarbe den original Dragonballs kein Stück ähnlich sieht.

Nachdem nun also ausreichend gezeigt wurde, wie fern der Protagonist des Films von seinem Vorbild entfernt ist,bekommen wir zum ersten mal Piccolo zu sehen. Wider Erwarten und Gerüchten ist dieser leicht grünlich und schon allein dadurch viel näher an seinem Original als Goku. Böse wie er ist vernichtet erein Dorf, um seine Schergin loszuschicken, dort für ihn einen Dragonball einzusammeln. Wen soll diese Schergin darstellen? Ich hab’ nicht den geringsten Schimmer.

Wieder in der Schule wird etabliert, dass Goku sich in das Mädchen Chichi verliebt. Auch hier ist wohl von den Schreibern etwas verwechselt worden; lief das nicht andersrum im Original? Und hatte Goku nicht keine Ahnung, was Liebe überhaupt ist? Nunja, jedenfalls hilft er seiner Holden, ihren Spind aufzumachen, der sich einfach nicht öffnen will; ach du Schreck! Dankbar lädt sie unsren Helden also zu ihrer coolen Party ein, auf die nur coole Kids eingeladen sind, yo.

Gokus Großvater muss die Nacht demnach allein verbringen, während sich Goku das Mädchen seiner Träume klar macht, und wird prompt von Piccolo attackiert, der seinen Dragonball an sich reißen will. Piccolo besiegt Gokus Opa und lässt ihn unter den Trümmern dessen Hauses verkommen. Goku spürt, dass etwas nicht stimmt und eilt nach Hause, wo er seinen sterbenden Großvater auffindet. Mit seinem letzten Atemzug rät er Goku noch, Muten Roshi aufzusuchen un ihm mitzuteilen, dass Piccolo zurück ist.

Wer jetzt erwartet, dass die Story jetzt endlich anfangen könnte, sich an den Manga anzunähern wird leider enttäuscht, denn das nächste, womit wir Bekanntschaft machen ist Bulma, die eine toughe, mit Waffen um sich schießende Braut, statt ein verwöhntes, aber irgendwie sympathisches Mädchen, darstellt. Goku und Bulma wollen gemeinsam die Dragonballs suchen und treffen dabei auf Muten Roshi, der wohl der einzige Charakter ist, der einigermaßen seinem Vorbild ähnelt. “Ähneln” ist aber wohl auch übertrieben, denn nur zwei mal recht schnell hintereinander sehen wir seine perversen veranlagungen und danach nichts mehr. Überhaupt werden nette Kleinigkeiten nur am Rande erwähnt und dann schnell wieder vergessen.

Auch zu der Gruppe stößt Yamchu, der wohl den krassesten Kontrast zu seinem Original darstellt. Er ist zwar immernoch ein Bandit, hat aber nicht im Geringsten Angst vor Frauen. Stattdessen ist er ein gewaltiger Dummbatz, der ständig irgendwelche saublöden Sprüche von sich gibt. Sein Wert in dem Film ist so unfassbar begrenzt, dass jeder andere Halbcharakter, der an der einen Stelle, an der Yamchu etwas nützliches tut, einen einfachen Kurzautritt hätte machen können, ohne weniger wichtig zu wirken.

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Das war auch ungefähr mein Blick, Goku..

Natürlich hat unsere Party nun den Auftrag, den fiesen Piccolo davon abzuhalten, die Dragonballs bei der nächsten Sonnenfinsternis zu vereinen und die Welt zu vernichten. Um das zu tun bringt Muten Roshi Goku das Kamehameha bei und lässt sich von einem weiteren Charakter, von dem ich nie etwas gehört hatte, eine Urne anfertigen, in die er durch das Mafuba dann Piccolo einsperren will.

Dinge passieren und irgendwann kommt es dann zum Showdown. Entschuldigt mir, dass ich den Weg dorthin nicht näher erläutere, jedoch sind die Geschehnisse so Trivial und lächerlich, dass ich sie euch ersparen möchte.

Der große Showdown ist leider auch sehr sehr enttäuschend. An zwei Stellen dachte ich mir “ja, jetzt wird es endlich cool!”, wurde dann aber maßlos enttäuscht. Die erste dieser zwei Szenen ist sogar aus zwei Gründen so erbärmlich: Den ersten versuche ich so spoilerfrei wie möglich unter “größe” anzudeuten und den zweiten findet ihr im Titel dieses Reviews. Die zweite Stelle wurde einfach durch einen saublöden Versuch, etwas potentiell tolles beeindruckender zu machen, ruiniert.

Wie soll ich sagen? Eine Enttäuschung war der Film nicht, denn ich hatte nie etwas Gutes von ihm erwartet, aber es ist schon erstaunlich zu sehen, wie sehr man etwas abändern kann, ohne auf die Idee zu kommen, vielleicht einfach einen anderen Titel und andere Namen für die Charaktere zu wählen. Das würde natürlich viel weniger Geld einbringen, aber eshätte mir erspart, mir diesen allerhöchstens mittelmäßigen Film anzutun. Ja, mittelmäßig. Doch genau da liegt das Problem: Der Film ist absolut nicht gut, das möchte ich hier festhalten, jedoch ist er auch nicht schlecht genug, um darüber lachen zu können. Er bietet einfach keine wahre Unterhaltung udn die paar lustigen Anspielungen, die man dann doch im Film entdeckt sind es einfach nicht Wert. Wisst ihr? Ich erspare euch nun den ganzen Film, indem ich die einzigen nennenswerten Stellen des Films aufzähle:

1. Goku erwähnt in der Schule den Planeten Namek.

2. Die Umsetzung der Capsule Corp. Kapseln ist ganz interessant. Statt einfach “BAKOOM” zu machen klappt sich der Inhalt quasi auf.

3. Kamehameha (gleichzeitig aber auch enttäuschend, nur Sekunden, nachdem man sich anfängt zu freuen)

Da habt ihr’s. Tut euch den Film nicht an, wenn ihr Dragonball Fans seid. Wenn ihr wirklich einen live-action Dragonball Film sehen wollt, dann sucht lieber nach “Dragonball: The Magic Begins”. Der hat zwar nicht offiziell die Dragonball Lizens und ist auch außerordentlich lächerlich, jedoch versucht er wenigstens, das Dragonball Universum und seine Geschichte originalgetreu darzustellen. Außerdem ist er so lächerlich, dass man darüber lachen kann.

2 Antworten zu Dragonball Evolution (oder: Glaub immer an dich, the Movie)

  1. Chow Yun-Fat als der perverse Muten-Roshi? *lol* Aber dass die sich überhaupt nicht an den Manga halten ist echt dämlich. Tja, so ruiniert man den Ruf von Dragonball. Kaum zu glauben, dass Fox sowas produziert.

  2. gut das ich mal weis wie der film ist. wenn er so scheiße ist na prima. die verschandel dragonball echt so ein misst.ich bin ja ein fun von dragonball und das ist echt nä, scheiße.