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von

Sengoku Basara

16. April 2009 in Anime

Erinnert ihr euch an mein Review zu “Examurai Sengoku”? Eigentlich hatte ich vor, über “Sengoku Basara” zu schreiben, habe dann aber aus Versehen den falschen Anime geguckt und daraus ergab sich dann eben, was es nun ist. Jetzt habe ich mich nochmal hingesetzt, um mir “Sengoku Basara” und euch meine Meinung dazu zu geben.

Sengoku Basara

links Masamune; rechts Yukimura

Anders als Examurai Sengoku ist diese Serie keine mickrigen 10 Minuten lang. Ähnlich wie Examurai Sengoku geht es in Sengoku Basara um Samurai und beide haben das Wort “Sengoku” in ihrem Titel. Doch ich sollte aufhören, die beiden zu vergleichen, denn Sengoku Basara und Examurai Sengoku sind in Inhalt, Qualität und Klischeefaktor unterschiedlicher als Tag und Nacht je sein könnten.

Seinen Ursprung findet Sengoku Basara in dem gleichnamigen Capcom Spiel, welches heirzulande eher unter dem Namen Devil Kings bekannt sein sollte.

Die Serie handelt von mehreren Armeen, die sich im Zeitalter der Samurai gegenseitig bekriegen. Das Ganze hat wohl einen historischen Hintergrund, welcher jedoch offensichtlich weit im Hintergrund gelassen wird. Viele Charaktere tragen zwar Namen von Vorbildern aus japanischer Geschichte wie Masamuna und Nobunaga, doch auch der vollkommen unwissende muss sich dadurch nicht abgeschreckt fühlen, da Namen bekanntlich Schall und Rauch sind und es in dem Anime sowieso um etwas ganz andres geht. “Worum geht es denn dann?” – Nun, es geht vorerst um die eben genannten Armeen und deren Generäle, wie sich sich Kämpfe liefern. Im Vordergrund dabei steht (zumindest in den ersten zwei Folgen) offenbar die Rivalität zwischen den beiden Herren im Titelbild weiter oben, die sich durch ihre Kämpfe gegenseitig beeindrucken. Am Ende der zweiten Episode taucht dann jedoch eine Gruppe vermutlich böser Gestalten auf, die den Mann töten, den Yukimura vor den Truppen Masamunes beschützen sollte.

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"That's" die Bösewichte, yes.

Das besondere an diesem doch recht altbackenen Szenario, in dem sich zwei Typen die Gedärme aus dem Körper prügeln sind die Charaktere. Logik ist in diesem Land offensichtlich Schwäche. Was extrem ist ist gut. Yukimura und sein Herrscher haben beispielsweise das Bedürfnis, sich mit jedem Satz, den sie zueinander aussprechen dem Gegenüber ordentlich in die Fresse zu haun und währenddessen den Namen des anderen auszurufen. DAS – meine Freunde – ist männlich (in Fachkreisen auch GAR genannt). DAS – meine Freunde – ist wahre Freundschaft. Warum? Weil es so verdammt extrem ist. Weil es so verdammt cool ist. Weil es die Seele zum beben bringt.

Apropos Seele zum beben bringen: Die Zweikämpfe sind äußerst übertrieben dargestellt. Es wird geflogen, geflammt, meterweit in die Höhe gesprungen und was die GAR-Trickkiste sonst noch so hergibt. Waffen treffen aufeinander, verhaken sich ineinander; ein Wettkampf der Seelen. Und wenn wir shcon bei Waffen sind: Masamuneführt 6 Katanas, ukimura 2 Große Speere, sein Herrscher eine übergroße Axt und einer der möglichen Bösewichte eine Sense (und Schminke). Es ist einfach alles da, was das Kämpferherz höher schlagen lässt. Etwas seltsam ist, dass die Ninjafrau mit dem größten Ausschnitt der Welt gerade den Charakter orgasmisch verehrt, der am wenigsten männlich und extrem ist. Sein Gesicht ist ziemlich feminin und er hat weder eine harte Stimme, noch spricht er extreme Worte. Trotzem hat er eine Kämpferseele und möchte mit seinem Rivalen, Yukimuras Herr, ein faires Duell führen. Zudem hat er eine heiße Ninjabraut als Vertraute. Es ist also ganz klar: Jeder in dieser Show ist eine Kämpfernatur und männlich (der eine mehr, der andere weniger offensichtlich). Es würde mich nichtmal wundern, wenn sogar die Frauen an der ein oder anderen Stelle extreme männlichkeit zur Schau stellen würden.

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So muss das aussehen, wenn man in ein Duell zieht!

“Das ist ja schön und gut, aber..-” – HALT! Nichts “aber”. Hier ein paar Gründe, warum diese Serie, trotz vergessbarer Story und Unlogik so verflucht genial ist:

1. Es ist irgendwie cool, diese ganzen Namen, die man aus allen Ecken der Anime- und Videospielwelt schonmal gehört hat, in einem Werk vereint zu sehen.

2. Masamune lässt gerne mal Sätze auf Englisch fallen, die durch seine Aussprache zu Engrish in seiner reinsten Form werden.

3. Seht einfach her:

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Ich hab' keine Witze gemacht, als ich "orgasmisch" und "größter Ausschnitt der Welt" sagte.

4. Die ganze “kack auf Logik”- und GAR-Sache erinnert an Tengen Toppa Gurren Lagann, und wir wissen alle*, wie geil das war.   *Wer es nicht weiß geht den Anime jetzt sofort gucken, ich warte solange…

Fertig? Gut, dann  weiter im Text:

5. Masamune hat an sein Pferd einen verdammten Ausppuff und Lenker angebracht, verdammt nochmal!

Immernoch nicht interessiert? Dann hast du wohl einen Uterus. Nein, Spaß beiseite: Sengoku Basara ist wahrscheinlich nicht das Richtige für jeden, aber wenn man von einer relativen Story absehen kann und  Übertriebenem nicht ganz abgeneigt ist, kann man eine Menge Spaß mit diesem Anime haben.

5 Antworten zu Sengoku Basara

  1. Echt super schreibstil, macht sehr viel spaß zu lesen. Leider gibts ein paar fehler, ich sag aber nicht wo 😛

    Aber bei Punkt 4 musste ich aufhören zu lesen xD

  2. lol, mit Lenker reiten O_o

  3. hi ich bins sensuri , klint ja echt coll.ich finde solch kämpfe filme echt cool. haber ich finde echt eine mänge täxst.

  4. Lex sagte am 16. April 2009

    schreib mal was zu NHK, der anime hats verdient auseinandergenommen zu werden

  5. Der is aber schon alt =O