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Bionic Commando DEMO

10. Mai 2009 in Spiele

Lange ist es her, seit ein “richtiges” Bionic Commando geschaffen wurde. 1987 kam der erste Titel der Schwingarm bepackten Seriein die Spielhallen, worauf ein Jahr später ein Nachfolger für das NES erschien. In der Zwischenzeit gab es ein Remake dessen für den Game Boy, einen Nachfolger für den Game Boy Color und erst vor kurzem ein weiteres Remake des NES Klassikers für Xbox LIVE und Playstation Network. Im Mai wird es dann endlich so weit sein, dass ein komplett neuer Teil erscheint; diesmal in vollem 3D.

Vor Kurzem wurde eine Multiplayer Demo des neuen Bionic Commando auf Xbox LIVE kostenlos herunterladbar gemacht, die ich mir näher angeguckt habe.

Bionic Commando DEMO

Ich konnte nirgendwo Screenshots zu der Demo finden, also dürft ihr euch an meinen proffessionellen Handykamera-Photos ergötzen.

Das erste, was man hört, wenn man die Demo startet, ist der unheimlich nostalgische Capcom Sound plus Logo, wie man ihn aus NES- und SNES-Zeiten kennt. Viel früher ist es ziemlich unmöglich, einen guten Eindruck zu vermitteln, und genau das hat Capcom hier gemacht. Die Mega Man-, Street Fighter- und Resident Evil-Erfinder sind schon länger dafür bekannt zu wissen, was ihre Fans wollen: Retrogefühle. Wo manche argumentieren, dass das Wiederverwerten von Spieletiteln faule Geldschäffelei ist fühlen sich andere am wohlsten, wenn sie das Kribbeln verspühren, das in Momenten wie diesem aufkommt. Weiter geht es mit dem Titelbildschirm, der ziemlich cool gestaltet ist. Man steuert ein Wurmartiges etwas, das bei Auswahl eines Menüpunkts rasch auf einen zustößt und in den nächsten Unterpunkt führt. Da es sich um eine Demo handelt, sind die Auswahlmöglichkeiten jedoch gering. Man hat die Wahl zwischen einem Xbox LIVE Spiel, den Optionen und dem Beenden der Demo. Die Optionen sind kaum nennenswert und die Demo zu beenden führt zu keinem guten Review, also steigen wir natürlich sofort in ein Xbox LIVE Spiel ein.

Hier kommt der erste Kritikpunkt auf, denn man  hat hier keinerlei Optionen.   Die Lobby, in der man sich befindet füllt sich einfach nach einer Weile mit bis zu 8 Spielern und dann startet das Spiel. Freunde einladen, Server aussuchen oder was man sonst noch so tun möchte, wenn man online Spielt, geht nicht. Glücklicherweise wurde ein Bug entdeckt, durch den man mit Freunden Spielen und das Zeitlimit einstellen kann, doch weil das so nicht beabsichtigt war, gibt es Abstriche bei der Bewertung.

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Proffessionalität und Qualität werden bei mir groß geschrieben.

Im Spiel angekommen übernimmt man die Kontrolle über einen namenlosen Kämpfer, der mit einer Pistole und einem bionischen Arm ausgestattet ist. Auf der Map, befinden sich noch ein Scharfschützengewehr, eine Shotgun, ein Granatenwerfer und ein Maschinengewehr, die alle ihre Stärken haben und das Auseinandernehmen der Gegner leichter machen. Wie sich ahnen lässt, handelt es sich hier um den Deathmatch Modus, in dem Jeder gegen Jeden kämpft. Klingt erstmal unspannend, jedoch kommt hier der namensgebende Bionische Arm ins Spiel: Mit diesem feinen Teil kann man sich an fast alles, was sich so um einen herum befindet, hängen und heranziehen. Das lässt sich am besten so vorstellen, wie die allseits beliebte Fähigkeit Spidermans, sich von wand zu wand zu hangeln. Doch im Gegensatz zu den meisten Spiderman Videospielen ist diese Mechanik hier sehr schön umgesetzt. Die Steuerung ist intuitiv und einfach zu lernen, das Hangeln von einem Ort zum anderen, und wenn es nur zum Wegrennen vor dem Feind ist, macht unheimlich Spaß und der Arm lässt sich vielfältig einsetzen. Items wie Waffen und eine Rüstung, die mehr Schutz bietet, lassen sich damit von der Ferne einsammeln und sogar an Gegnern lässt sich der Arm befestigen. Tut man dies, kann man den Zip Kick ausführen, indem man sich blitzschnell an den Gegner heranzieht und ihm dann einen Tritt verpasst, der nicht nur gehörigen Schaden anrichtet, sondern ihn auch noch eine gute Strecke in die Luft stößt. Das macht Spaß und kann in einem sofort-Kill sorgen, wenn man den Gegner weit genug von der Map stößt und er zu seinem Tode fällt. Die Waffen sind aber  auch nicht zu unterschätzen, denn sogar die Startpistole lässt sich ziemlich schnell feuern, hat eine gute Reichweite und Genauigkeit und macht ordentlichen Schaden.

Man könnte jetzt behaupten, dass das ganze Spiel nur durch die Arm-Mechanik spielenswert ist und Bionic Commando ansonsten nur ein durchschnittlicher 3rd Person Shooter ist. Man hätte damit sogar Recht. Doch man könnte genausogut sagen, dass Schokolade ohne Kakaopflanze weniger schokoladig ist.

Ob der Singleplayer Spaß macht, wie die anderen Multiplayermodi sind und was es sonst so zu entdecken gibt kann ich leider noch nicht sagen, doch die Demo macht großen Spaß, und wenn der Rest des Spiels das Rumhangeln genauso gut umsetzt, haben wir wohl etwas, auf das wird uns freuen können.

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