Borderlands – Eindrücke auf dem PC

8. November 2009 in Spiele

Borderlands – Eindrücke auf dem PC

Borderlands

Nachdem ich das Spiel durchgespielt habe, möchte ich meine Eindrücke zum Spiel “Borderlands” mit euch teilen. Da das Spiel erst ab 18 Jahren freigegeben ist, wird der Text wohl sehr uninteressant sein für einige von euch.

Bei Borderlands handelt es sich grob gesagt um ein FPS (First-Person-Shooter / Ego-Shooter) im RPG-Stil (Role-Playing-Game), wofür es nun eine neue Genre namens RPS (Role-Playing-Shooter) geschaffen wurde. Man spielt also in der Ich-Perspektive eines Charakters, jedoch kooperativ mit anderen Spielern um diverse Aufgaben zu lösen. Zur Auswahl hat man eine von vier Möglichen Charakterklassen, die man dann im Spiel RPG-typisch mit speziellen Fähigkeiten ausstatten kann.

Die Charaktere bei Borderlands

Die Charaktere bei Borderlands

Ich habe mich bei meinem ersten Versuch für Lilith, die Sirene entschieden. Ihre besondere Fähigkeit ist der Phase-Walk, mit der sie sich in eine andere Dimension teleportieren kann und damit unsichtbar für den Gegner wird. Während des Spiels lernt Lilith dann spezielle Fähigkeiten wie besonders viel kritischen Schaden, schnelleres Schießen und auch Bonus-Schaden durch entflambare, blitz und korrosive Waffen.

Lilith, die Sirene

Lilith, die Sirene

Das besondere an Borderlands sind eindeutig die unglaublich hohe Anzahl an Waffen. RPG-typisch gibt es sie in allen Varianten und auch verschiedener Seltenheit, welche farblich gekennzeichnet sind. Sei es Shotgun, Sniper, SMG oder Alienwaffen, es mangelt bei Borderlands niemals an Abwechselung bei den Waffen. Zu Steuerung sollte man erwähnen, dass das Spiel für die Konsole entworfen wurde, wo Spieler weiter entfernt vom Bildschirm sitzen und haben daher einen extrem geringen FOV (Field of View), was viele Spieler schnell als Übelkeit zu spüren bekommen, wenn sie vor dem PC spielen. Dazu kommt es noch ständig zu FOV-Wechsel, wenn man z.B. rennt, mit der Waffe zoomt oder auch im Fahrzeug sitzt. Zu empfehlen ist das Spiel also absolut nicht für diejenigen, die Neugierig geworden sind durch die Spielestil, früher aber keine FPS gespielt haben.

In der ersten Hälfte des Spiels geht es also darum, sich mit der Steuerung vertraut zu machen und natürlich die passende Waffe zu finden. Bis man die richtige Waffe gefunden hat, ist das Spiel ziemlich herausfordernd, gerade wenn man versucht es alleine zu spielen. Jedoch ist es schon verwunderlich, wenn man all seine Munition für alle Waffen verschossen hat, und Quest-Endgegner immer noch die Hälfte seiner Lebenspunkte hat oder, nachdem man dann die richtige Waffe gefunden hat, man jeden Endgegner innerhalb von 5 Sekunden erledigt. Die richtige Waffe für Lilith in meinem Fall war eine SMG mit gut 50 Schuss, die 4 Schuss auf einmal abfeuert und bereits so besonders schnell schießt. Lernt also Lilith noch schnelles Schießen, so leert man ein Magazin unter 2 Sekunden, was dank des Bonus-Kritischen Schadens so ziemlich alles umnietet. Wenn ein Gegner es schaffen sollte, das erste Magazin zu überleben, so hat er er das Glück 1 Sekunde sich besinnen zu können, denn danach ist die Waffe nachgeladen und der Gegner garantiert tot. Klingt übermächtig? Ist es auch, nur leider wird das Spiel absolut langweilig dadurch.

Zu lösende Aufgaben gibt es viele, doch leider besteht der Hauptteil der Aufgaben, durch die Gegend zu fahren, was durch die langen Ladezeiten der Karten ziemlich nervig ist. Hat man dann endlich alle Aufgaben gelöst, trifft man auf ein riesiges Tentakel-Monster, der letzte Endgegner. Man kann ihn wohl mit einer Festung vergleichen, denn bewegen tut er sich nicht. Natürlich hat er massiv viel Lebenspunkte, aber da seine Angriffe absolut eintönig sind, muss man sich also nur hinter einen Stein stellen, Schießen, nachladen und das für 10 Minuten. Sehr abwechslungsreich… Noch enttäuschender ist das Ende, nachdem man das Monster endlich erledigt hat. Die Details erspare ich euch hier. Ich habe schon viele Spiele gespielt, aber das Ende von Boderlands ist einfach nur unglaublich dämlich. Wie auch immer, wer das Spiel spielen möchte, der solle vermeiden, was ich getan hab: Sich auf eine Stärke spezialisieren und das Spiel zu Ende spielen. Lässt man diese beiden Schritte aus, so hat Borderlands viel Spaß gemacht, besonders zu mehreren Spielern.

Das Spiel gibt es für auf diversen Spieleplattformen zu Kaufen: Borderlands für Playstation 3, Borderlands für Xbox 360 und Borderlands (Uncut) für den PC.

3 Antworten zu Borderlands – Eindrücke auf dem PC

  1. naja es war nicht sonderlich der Hit . . . sein Geld wars deffinitiv nicht wert – meine Ansicht! 🙂

  2. Uhm, und ich wollte mir das Spiel eigentlich bald für Ps3 holen, scheint so, als sollte ich noch einmal darüber nachdenken, hört sich ja nicht so gut an : /

  3. ich kaufs mir trotzdem 😛